
Der Oberpfälzer Mundartmusiker Hubert Treml hat das Publikum in der Pressather Stadthalle mit einem ebenso humorvollen wie tiefgründigen Programm begeistert. Auf Einladung der Gemeinschaft Generationen Hand in Hand (GeHiH), die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert, erlebten die Besucher einen kurzweiligen Abend voller Musik, Geschichten und Gedichte. Trotz hochsommerlicher Temperaturen war der Saal bestens gefüllt. „Angemeldet hatten sich 150 Gäste“, berichtete Karl Lorenz von der GeHiH. Am Ende mussten sogar zusätzliche Stuhlreihen aufgestellt werden.
Die Veranstaltung war eines der Jubiläumshighlights des Vereins. „Wir wollten unseren Mitgliedern nicht nur Vorträge anbieten, sondern einmal etwas anderes“, erklärte Lorenz. „Es ist unser zweites Highlight in diesem Jahr. Wir haben angefragt und Hubert Treml hat sofort zugesagt.“ Auch Pressaths Zweiter Bürgermeister Max Schwärzer zeigte sich erfreut über den großen Zuspruch. Die GeHiH sei ein Erfolgsmodell, sagte er, „auch, weil es engagierte Vorstände gibt, die genau so etwas wie heute Abend organisieren“.
Treml, der aus Weiden stammt und heute in Regensburg lebt, stellte sich dem Publikum mit den Worten vor: „Ich liebe Musik, bin leidenschaftlicher Bühnenmensch und ab und zu schreibe ich auch ein Büchlein. Kunst ist Begegnung.“ Gleich zu Beginn sorgte er mit seiner augenzwinkernden Begrüßung – „Es hätte so ein schöner Abend werden können, aber dann haben sie mich angerufen“ – für die ersten Lacher.
In zwei abwechslungsreichen Programmblöcken präsentierte der Künstler bekannte Melodien mit oberpfälzischen Texten. Aus dem Beatles-Klassiker „Yesterday“ wurde bei ihm kurzerhand „Spiegelei“. Mit Liedern wie „Selbergmachte Erbeermamalaad“, „Kirwakouchn“ und „Die beste Medizin“ sowie humorvollen und nachdenklichen Gedichten nahm Treml seine Zuhörer mit auf eine Reise durch Kindheitserinnerungen, Alltagsbeobachtungen und die Oberpfälzer Lebensart. Mit viel Charme, Spielfreude und Wortwitz wechselte er mühelos zwischen heiteren und besinnlichen Momenten, lud das Publikum immer wieder zum Mitsingen ein und sorgte so für lang anhaltenden Applaus und eine rundum stimmungsvolle Atmosphäre.
Text: Jürgen Masching
